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So ein Bruder . . .

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So ein Bruder . . .

Florian Heigl
Florian Heigl 10. August 2017
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Er hat seit über dreißig Jahren für einen Supermarkt gearbeitet.

Er hatte keinen großartigen Job.

Er räumte nur Regale ein.

Er war wirklich hilfreich.

Er half immer den älteren Leuten, ihre Tüten zu ihrem Auto zu tragen, und als der Markt schloss, wurde er arbeitslos und war einigermaßen auf verlorenem Posten.

Er wohnte nur ein paar Häuserblocks von Supermarkt entfernt in einer recht einfachen Wohnung, besaß kein Auto, lebte allein, und sein einziger noch lebender Verwandter war sein älterer Bruder.

Sein älterer Bruder war total anders als er – reich, erfolgreich, und immer, wenn er mal vorbei kam, wusste es jeder in der Nachbarschaft, weil dieser Kerl sündteure Autos hatte – Bentleys, Ferraris, die besten eben.

Als der ältere Bruder erfuhr, dass sein jüngerer Bruder während der Weihnachtstage eine schwere Zeit durchmachte, entschloss sich, vorbei zu kommen und ihn zum Frühstück am Weihnachtsmorgen einzuladen.

Wieder einmal tauchte er auf in seinem wunder-wunderschönen Auto, und sie gingen frühstücken.

Nach dem Frühstück gab der ältere Bruder ihm die Autoschlüssel und sagte:

„Könntest du mich mit deinem Auto nach Hause fahren?“

Er sagte: „Wie meinst du das – mit deinem Auto nach Hause fahren?“

„Ja, mit deinem Auto –  Frohe Weihnachten. –  Es ist dein Auto.“

Er war erstaunt.

Er hatte noch nie in seinem Leben ein Auto besessen und nun bekam er ein Spitzenklasse Auto.

Nachdem er seinen Bruder heimgefahren hatte, stand er draußen und putzte, polierte und untersuchte das Auto.

Alle Kinder und alle Leute aus der Nachbarschaft waren total erstaunt und ein paar Jungs gingen zu dem Mann.

Einer der Jungs sagte: „Woher hast du das Auto?“

Der Mann erklärte: „Mein älterer Bruder schenkte es mir zu Weihnachten.“

Der kleinste der Jungs sagte ganz erstaunt: „Dein älterer Bruder schenkte es dir zu Weihnachten?! Was für ein Geschenk! WOW, ich wünschte …“

und Sie können den Satz jetzt  beenden mit „ich hätte einen solchen Bruder.“

Aber der Junge sagte: „Wow, ich wünschte ich könnte so ein Bruder SEIN.“

 

 

15 Kommentare

  1. Angelika Simmer 11. August 2017

    so eine schöne geschichte! so ein bruder sein zu wollen und nicht so einen zu haben..
    lg angelika

    Antworten
  2. Renate Witt-Frey 11. August 2017

    Gänsehaut. Danke für diese Geschichte!

    Antworten
  3. Wilhelm Thöni 11. August 2017

    Dieser Satz; ich wünschte ich könnte so ein Bruder sein, sagt viel über diesen Jungen aus
    Danke für die Geschichte

    Antworten
  4. Tobias Diehm 11. August 2017

    Wilhelm hat Recht.
    Der Kleine Junge hat Ahnung 🙂
    Lg
    Tobias

    Antworten
  5. Heide Dierks 11. August 2017

    Was für eine schöne Geschichte – wie anders denken doch oft Kinder, davon können wir lernen.

    Antworten
  6. Helga Preising 11. August 2017

    Ich frage mich, wovon soll er dieses Auto finanzieren, das da als Geschenk zu ihm gekommen ist?
    Hilft ihm das wirklich?

    Antworten
  7. W.Bielefeldt 11. August 2017

    Wunderschöne Geschichte, danke???❤

    Antworten
  8. Sylvia 11. August 2017

    Eine superschöne Geschichte. Ein Junge mit Herz und Gefühlen, das geht unter die Haut.

    Antworten
  9. Pit 11. August 2017

    Dieser Junge hat es drauf… Wenn ihm niemand gegenspricht und er seinen Wunsch für sich behält, und er sich selber immer wieder mit seinem Wunsch sieht, dann wird er so ein Bruder werden und sein…
    Mein Sohn hatte mit 2½(!!!) Jahren sein Leben zurechtgelegt (visualisiert).
    Damals wusste ich über das Gesetz der Gedanken nichts! Niemals widersprach ich seinen Wunsch!
    Er begann mit 5¾ (von sich selbst aus) mit seinem Weg. Heute ist er 16 und in diesem Beruf tätig !!!

    Antworten
  10. Christian Blaim 11. August 2017

    Wir könnten alle wie der ältere Bruder sein oder werden. Und das geht auch mit den kleinen Dingen des Lebens

    Lieben Gruß Kleinerdirektor

    Antworten
  11. Reinhard Scheucher 11. August 2017

    Ja ich glaube auch, dass er sich das Auto nicht leisten kann. Und frage mich, warum das schöne Auto erst jetzt als Weihnachtsgeschenk aufgetaucht ist. Hätte er nicht schon längst seinem Bruder mit einer finanziellen Stütze das Leben verbessern können, als sich teure Autos zu kaufen?

    Antworten
  12. Ina Rathje 11. August 2017

    Was für eine schöne Geschicht!

    Antworten
  13. Richard Heider 11. August 2017

    Eine sehr schöne Geschichte die wirklich zum Nachdenken anregt. Wie kann ich zum Geber werden indem ich unter anderem meine finanzielle Freiheit erreiche.

    Antworten
  14. Fieles 21. August 2017

    Tja das ist in der Tat eine nette Geschichte. Im wirklichen Leben geht es dann los mit der Schenkungssteuer. Sagen wir der Wagen hat einen Wert von 100.000€. Freibetrag 20.000€, steuerpflichtiger Erwerb 80.000 x pers. Steuersatz (20%) – 2250€ Steuerschuld 13.750€. Weiter geht es mit der KfZ Steuer und Haftpflicht/Versicherung. Als Einsteiger (nie ein Auto besessen), also volles Programm. Hier kommen dann sicher auch nochmal mind. 2.800€ Bis 3.300€ zusammen. Dann kommt sofort das Amt und streicht die Grundversorgung, da ja Vermögen vorhanden ist. Also ab diesem Geschenk ist er ne ganz arme Sau. Was sagst Du jetzt Bruder ?

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    1. anne 5. Oktober 2017

      Du hast es nicht verstanden und bist ein Ja-Aber und Bedenkenträger.

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